Schamanen

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Gedanken zum Schamanismus
Ich möchte hier keine Absolute aufstellen, sondern spreche aus der Seele und nur aus meinen eigenen Erfahrungen.

Ein echter Shamane bewandert beide Seiten. Hier etwas aus der Schattenseite. Warum? Ich wachte heute morgen auf, mit vielen Gedanken zum Schicksal, und ob man es abwenden kann – und hatte ein Blogpost bzgl. die Ödipus-Sage, in dem es nicht nur um Inzest geht, wie Freud behauptete, sondern auch um Schicksal und die Abwendung dessen.  Und auch die Fragen zum Channeln …”Wie machst du das? Kann ich das auch?”

Es heisst, dass in den meisten indigenen Kulturen, Mental, Emotional und manchmal körperlich “kranke” Menschen für das erkannt werden was sie manchmal sein können: Bewusstseinsportale.  Die Zeichen dafür sieht man schon in der Kindheit. Die gängige Erklärung ist, dass durch ungemeines Leid und Trauma in ihrer Kindheit und Jugend, die dauernde Übergriffe darstellen, über die Grenzen ihrer Auffassung- und Verarbeitungsfähigkeit hinaus, entwickeln diese Kinder nie die Grenzen ihres Egos, die andere entwickelt haben und sind dadurch für Einflüsterungen von “aussen” zulässig.  Somit ist eine gewisse Labilität schon vorgezeichnet.

Das Leben selbst wählt diese Personen aus…  Die Schwierigkeit besteht darin, das Kind rechtzeitig abzufangen um die Ausbildung rechtzeitig zu beginnen, je früher desto besser.  Oft zeigt sich die Schamanische “Krankheit” erst völlig in den Teen oder jungen Erwachsenen Jahren, manchmal erst viel später.  Je später, desto intensiver ist der Kampf um den Schamanischen Tod – also das absterben lassen von jeglichen Gedankenstrukturen die den durchlass von Spirit und einen offenen Geist hindern, und das absterben von Persönlichkeitsanteilen mit denen sich der angehende Heiler als ungeheilte “Person” identifiziert. Die üblen Erlebnisse müssen verarbeitet und transzendiert werden.  Er bekommt durch den Tod ein “Neues” Bewusstsein- also neue Gedankenstrukturen zum ausleben, die ihn über sich selbst hinauswachsen lassen.

Die Ausbildung ist dafür da, die Stimmen, die er wahrnimmt, unterscheiden zu lernen. Die Stimmen müssen unterschieden werden, da Kinder noch nicht differenzieren können, welche Stimmen “gut” und welche “böse” und schon gar nicht, wenn sie keinen Ego – also ein sehr geringes eigen Interesse, Zugehörigkeit, Selbstwert und Selbstbewusstsein besitzen.  In manchen dunklen Kulten wird versucht, diese Zustände in Kindern durch absichtliche und bewusste Misshandlung herbeizuführen.

Es ist nur in letzter Zeit, das Schamanismus so trendig geworden ist… lange Zeit waren in einige Kulturen Schamanen die Verrückten im Dorf. Die, die man nicht bei sich haben wollte, und die es auch erwählten, alleine im Wald, bzw. ausserhalb der Gemeinschaft zu leben, die sie dienten.

In unserer Gesellschaft werden diese Geisteszustände als “krank” betrachtet. Ich glaube, so einfach ist es nicht und wir müssen noch mehr differenzieren, als wir jetzt schon tun. Aus diesen Gründen kommt aber die Warnung vieler Schamanen, sich nicht ohne gute Führung in diese Ebenen der Psyche sich zu begeben. Auch um die Weltenbilder/Gedankliche Konstrukte, die die Erstellung und das Erleben der Realität unterliegen nicht zu vermischen, da man sonst in die Irre geleitet werden kann durch die “falschen” Stimmen. Durch diese Irreleitungen kann man starke Lebensprobleme erleben, die nichts mit dem inneren Wachstum zu tun haben und sogar Persönlichkeitsspaltungen bis hin zu Psychosen verursachen können.  Die jeweiligen Realitäts-Strukturen/Weltenbilder beinhalten einen Schutz, die nicht gewährleistet werden kann, wenn man sie verlässt.

cosmic-shamanism-awaken-spiritual-giftsIn unserer Kultur wird eine Fähigkeit, andere Informationsquellen im Geiste zu erschliessen, ausser des eigenen “Ichs”, als bedrohlich empfunden und gesehen.  Dies war nicht immer so, die Geschichte zeigt, dass Heiler und Channels hier auch nicht unbekannt waren, auch nicht in der frühen Kirche.  Mann kann sich aber dazudenken, dass die Notwendigkeit irgendeiner Art der Vorbereitung oder Schulung damals auch bekannt war (z.B. Druiden, Priester/innen, Orakel, usw.), denn die Fähigkeit zu channellen (z.B.) beinhaltet eine gewollte Intensivierung der natürlichen Labilität.  Um eine andere Persönlichkeit oder ein anderes Wesen hindurchfliessen lassen zu können, muss man in der Lage sein, sein eigenes Ego und Persönlichkeit auf die Seite zu rücken, damit eine andere sich durch dieses “Kanal” zeigen kann. Kann nicht jeder… vor allem haben diejenigen damit Schwierigkeiten, die eine starke Ego-Anhaftung haben. Die Labilität eines Channels oder Mediums, führt zu eine Sensitivität und Sensibilität, die denjenigen oft um Schutz suchen lässt, und um “bodenständige” Personen um einen herum. Ein Channel kann, durch diese natürliche Veranlagung, ungemein von seinem Umfeld beeinflussbar sein… und braucht Menschen um ihn, die ihn beschützen, positiv über ihn denken und positiv beeinflussen. Daher auch der absolut notwendige Schamanische Schutzkreis um den Schamanen.  Ein fehlender Schutzkreis kann ihn seelisch zerstören – obwohl manche haben diese dann in den geistigen Welten mit geistigen Helfern.

Ich habe beobachten und erleben können, wie wichtig dieser Schutzkreis ist, und wie ernstgenommen es wird.  Ich beobachtete bei den Navajos wie sie ihre Medizinmänner und Frauen beschützen, die sie achten und ehren, und wie sich eine Gemeinschaft sich um sie verschliessen können. Die Schamanen, die Touristen zu Gesicht bekommen sind eine Sache. Es kann sich aber ein Mantel des Stillschweigens ausbreiten um die Schamanen, dessen Familie seit Generationen ihr Umfeld betreuen.  Diese bekommen nur seltenst ausstehende zu Gesicht – oder hören überhaupt von ihnen.  In unserer Kultur ist diese Notwendigkeit scheinbar den meisten unbekannt, zuviel Wissen ist hier verloren gegangen und muss wieder gefunden werden.

Die Nachteile erstrecken sich auch zu den Informationen die man erhält, z.B. durch Träume.  Man hat den Traum, weiss aber nicht wann, inwieweit, wie intensiv er zutreffen wird – oder überhaupt. Und dann die Frage: “Wie kann ich das Schicksal ändern? Ist es Schicksal?  Verändere ich es indem ich nichts tue, oder verändere ich es indem ich etwas tue?”  Ich habe viele Träume gehabt die wahr wurden, manche erst Jahre später. Deshalb empfehle ich allen, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen, ein Traumtagebuch zu führen.

Schamanismus ist wirklich nicht für jeden… und schon gar nicht in einem Wochenende oder ien paar Monate erlernbar, und hat nicht viel mit den üblichen Schamanischen Utensilien zu tun. Das ist eher kulturell. Ich kenne Schamanen, die gar nichts benutzen, ausser ihre Stimme, und die sich nicht anders anziehen oder verhalten. Aber ich kenne auch sehr gute, die es tun.  Wen die Spirits rufen, den prüfen sie auch, und wenn einmal ein Tor aufgemacht worden ist, lässt es sich manchmal nur schwer wieder schliessen. Aber wenn ein Shamane die Spirits ruft, kommen sie dann auch…und wenn nicht, ist es kein Schamane. Und nicht alle mediale sind Schamanen…;) ♥

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